Was ist ein Exchange Traded Fund – ETF

Ein Exchange Traded Fund wird auch Synonym als ETF bezeichnet, Plural: Exchange Traded Funds.

Dies ist ein börsengehandelter passiver Investmentfonds.

Ein ETF wird’s passiv verwaltet, und an der Börse erworben und verkauft.

Benutzt man einen ETF für die eigene Investitionen, wird dies als passives investieren bezeichnet.

Eigenschaften von einem ETF

ETF-Anteile gelten als Sondervermögen, dieses Vermögen muss von der emittierenden Investmentgesellschaft getrennt werden.

Es wird eine passive Anlagestrategie verfolgt, und nicht versucht den Markt zu schlagen.

Zusätzliche Erträge können erwirtschaftet werden, indem die Wertpapiere des Sondervermögens an andere Teilnehmer des Kapitalmarktes verleiht werden.

Hierbei erwirtschaftet man Leihegebühren.

Ein ETF kann wie eine Aktie an der Börse gehandelt werden.

Unterschiede eines ETF gegenüber einem Investmentfonds:

Ein ETF wird gekauft und verkauft an der Börse.

Die Zusammensetzung des Sondervermögens wird täglich offenbart.

Der Nettoinventarwert eines ETF wird wird fortlaufend angezeigt.

Ein ETF unterliegt einem Creation/Redemption-Prozess.

Wie zeigt sich der Preis eines ETF?

Die Preisbildung entsteht durch Angebot und Nachfrage, Ganz regulär wie bei Aktien auch.

Welche Kosten entstehen?

Managementgebühren, Indexgebühren, sonstige Kosten werden in der Gesamtkostenquote aufgeführt.

Verglichen mit aktiven Formen der Investitionen, beispielsweise Investmentfonds, sind die Gebühren jedoch durch die wegfallende aktive Verwaltung deutlich geringer, und betragen je nach Form ca. 0,5 % pro Jahr.

Ein ETF eignet sich somit auch für den langfristigen Vermögensaufbau.

Transaktionskosten können entstehen, wenn gekauft und verkauft wird.

Gebühren für den Handel an der Börse, wie zum Beispiel die Geld-Brief-Spanne können auftreten.

Ein Ausgabeaufschlag entsteht nicht, da ein ETF an der Börse gehandelt wird.

Creation/Redemption-Prozess
Neue ETF-Anteile werden als Emission über den Creation-Prozess ausgeführt.

Diese Anteile werden in der üblichen Größe von 50.000 Stück erstellt.

Ein Market Maker stellt der Investmentgesellschaft Barmittel zur Verfügung in Höhe der ETF Anteile.

Im Gegenzug werden nun Anteile geliefert, die von einem Market Maker an der Börse gehandelt werden können.

ETF-Anteile werden über den Redemption-Prozess an die Investmentgesellschaft zurückgeben.

Hierbei kann der Market Maker ETF-Anteile an eine Investmentgesellschaft zurück handeln, und erhält hier bei Barmittel wieder zurück.

Welche Typen eines ETF gibt es?

Ein ETF kann nach verschiedenen Kriterien klassifiziert werden, beispielsweise die Anlageklasse, ein nachgebildete Index, und auch die Art der Indexnachbildung.

Welche Anlageklassen für ETFs gibt es?

Hierbei können in Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Alternative Investments, Währungen, Rohstoffe, und Immobilien investiert werden.

In welche Indices kann man bei einem ETF investieren?

Marktbreite Indices, Branchenindices, Regionenindices, Strategieindices sind Möglichkeiten, in die investiert werden kann.

Wie entsteht die Indexreplikation?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein ETF einen Index abbilden kann.

Hierbei unterscheidet man: zwischen vollständige Nachbildung, und alle Bestandteile eines Index werden in der relativen Gewichtung als Sondervermögen benutzt.

Sampling-Methode:
Dem Index identisch werden Anteile als Sondervermögen erworben, in der Regel sind dies die Anteile mit dem größten Gewicht und der größte Liquidität.

Synthetische Indexnachbildung: es werden Swapgeschäfte (http://de.wikipedia.org/wiki/Swap_(Wirtschaft) ) benutzt, um den Index nachzubilden.

Man muss bedenken, dass eine hohe Anzahl von einzelnen Titeln hohe Transaktionskosten verursachen können, auch kann es illiquide Titel geben, welches die Replikation erschwert und verteuert.

Eine synthetische Index-Nachbildung erleichtert es, illiquide oder schwer handelbare Werte günstiger nachzubilden.

Steuervorteile und technische Vorteile der Abwicklung der Geschäfte können zusätzlich möglich sein, und der Tracking Error reduziert werden.

Welche Risiken können bei einem ETF entstehen?

Bei den Erwerb wird man Preisschwankungen und Marktpreisrisiken ausgesetzt.

Dieses Marktpreisrisiko entsteht auch bei Marktbreite Indices, obwohl diese stark diversifiziert sind.

Weitere Risiken können zum Beispiel die von Länder oder auch von Branchen sein.

Nutzt man die Investitionen in Anleihen, ist hierbei das Bonitätsrisiko zu prüfen.

Gegenüber der Investmentgesellschaft besteht kein Adressenausfallrisiko, da ein ETF einem Sondervermögen ist.

Ein Kontrahentenrisiko besteht, wenn swapbasierte ETF benutzt werden.

Der Anteil von Derivatgeschäften liegt hierbei bei 10 %, gesetzlich geregelt durch eine EU-Regulierung.

Ein weiteres Risiko kann bestehen, wenn Wertpapiere nun aus dem Sondervermögen beliehen werden.

Wertpapierleihegeschäfte werden üblicherweise besichert durchgeführt, bei einem Ausfall kann aber das Risiko bestehen, dass die Sicherheiten nicht vollständig ausreichen.

Wo werden ETFs genutzt?

Große Anteile an dem ETF-Markt werden von institutionellen Anlegern benutzt.

Aber auch Privatanleger schätzen die Investitionen, um eine passive, professionelle und diversifizierte Anlagestrategie nachzubilden.

Durch geringe Gebühren, und hervorragender Liquidität und guten Handelbarkeit eignen sich Exchange Traded Fund auch um liquide Mittel für kurze Phasen am Markt zu deponieren.

Finanzberater Wiesbaden helfen bei der passenden Auswahl eines Fonds.