Risikoklasse

Die Risikoklasse wird von Banken und von Privatpersonen benutzt, um die Risikobereitschaft einzuschätzen, wie privates Geld in Kapitalanlagen investiert werden soll.

Hierbei gibt es mehrere Risikoklassen, die sich in folgende Punkte definieren lassen:

Risikoklasse eins:

Hierzu gehören Festgeld, Tagesgeld, Termingeld, Spareinlagen, oder auch europäische Geldmarktsfonds.

Risikoklasse zwei:

Anleihen mit guter Bonität, Rentenfonds,

Risikoklasse drei:

Aktien und Fonds mit europäischen Standardwerten.

Risikoklasse vier:

Aktien und Fonds mit europäischen Nebenwerten, und auch europäische Standardwerte, wie ETF.

Risikoklasse fünf:

Dies können auch Nebenwerte sein, und auch Fonds aus Emerging Markets.

Banken und Online-Broker sind laut Wertpapierhandelsgesetz dazu verpflichtet, vor der Kontoeröffnung die Risikobereitschaft von Privatpersonen zu definieren.

Höhere Risikoklassen zeigen hierbei ein größeres Risiko des Verlustes.

Es kann sich die Schwankungsbreite erhöhen, aber auch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles der Kapitalanlage wächst.

Entsprechende Erfahrung wird hierbei von einem Anleger erwartet, um langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben.

Gesetzliche Vorgaben, wie die Risikoklassen genau definiert werden müssen, bestehen hierzu nicht, Banken sind hierbei frei gehalten, wie sie die Vorgaben umsetzen.

Es besteht hierbei immer einen Zielkonflikt, wenn Kapital investiert wird.

Welches Risiko kann ein Teilnehmer des Marktes eingehen, und welcher Ertrag ist möglicherweise zu erwirtschaften oder zu erwarten?

Denn mit zunehmendem Risiko wächst auch der zunehmende Ertrag.

Heutiges Ziel ist bei privaten Anlegern der Aufbau eines Vermögens für das Alter (Altersvorsorge), so dass hier eine persönliche Kombination nach Risikoneigung aus Aktien und Anleihen getätigt werden.

Anleihen werden genutzt, um die Wertschwankungen zu reduzieren, und um einen Gewinn zu erwirtschaften, der über der Inflation liegt.

Die Kombination mit Aktien wird benutzt, um höhere Erträge zu erreichen.

Die Kombination dieser zwei Arten der Kapitalanlagen kann man nutzen, um die persönliche Risikoklasse und das Risiko-Ertrags-Verhältnis zu betrachten.

Was ist der Unterschied zwischen riskanten und risikolosen Anlagen?

Man unterscheidet zwischen riskanten und risikolosen Anlagen.

Bei riskanten Anlagen weiß man nicht, ob es Gewinnausschüttungen gibt, oder wie sich die Entwicklung der Kurse in der Zukunft zeigen wird.

Bei risikolosen Anlagen sind die Leistungen sicher, und der Geldfluss stetig.

Beispiel wäre der deutsche Staat, der über das Monopol der Steuern ausreichend Kapital erwirtschaften kann um entsprechende Schulden zu tilgen.