Leere im Leben und die Suche nach dem Ich

So irgendwie aktuell bin ich da reingeschliddert. Das Gefühl nach Leere im Leben.

Ziele 2008 und Realität

Ich hatte mir für 2008, wie eigentlich jedes Jahr, Ziele gesetzt.

Diese können privater Natur sein, beruflich, finanziell, wirtschaftlich, …

Wirtschaftliche Interessen

Auto-Kauf. Meine alte Karre war am ölen, entsprechend unwirtschaftlich bei Wartung und bei 10+ Jahre alt schmerzte doch jede Investition – irgendwie – Beispiel eine reparierte Ölwannendichtung, die dann länger als das Auto hält.

Deswegen überlegte ich lange nach einem Ersatz. Besorgte mir nen bezahlbaren Kredit und kaufte mir einen 3 Jahre alten gebrauchten mir 13tkm drauf.

Wirtschaftlich sicher sinnvoller in aktuelle Hardware zu investieren, als in altes Gerät.

Das Auto fahr ich seit April nun rum. Erledigt.

Finazielle Interessen

Ich wollte z.B. einige Versicherungen rauswerfen, ändern, kündigen, verbessern.

Auto-Versicherung Ende 2007 gewechselt. Durch eine Preiserhöhung der Hausrat konnte ich auch da zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Übrigens 50% günstiger und 30% höhere Versicherungsleistung!

Erledigt.

Wohnung verlassen

Dann wollte ich auch eine andere Wohnung mir suchen. Die alte war platzmäßig wirklich eng. Dazu kam noch ein schlechtes Verhältnis mit dem Vermietern.

Vermieter sind halt auch nur Menschen. Und mit manchen klappts besser oder weniger.. Mein vorletzter Vermieter war z.B. voll korrekt. Schnell da bei Kleinigkeiten, korrekte Stimmung, freundlich, zuvorkommend und hat nie gestresst. Auch beim Auszug war er nicht kleinlich.

Der letzte war halt unangenehm. Und dann kam halt oftmals eine schlechte Stimmung hinzu, wegen Kleinigkeiten.

Die „vereinfachte Kündigung“, da ich es nur ein 2 Wohnungen-Haushalt war, ermöglichte Ihm dann, mich zu kündigen.

Aber, ich nenns mal konkret an nem Beispiel:

Eins Tages stand eine Bauarbeiter-Kolonne vor der Hausfront und dämmte mal schön mit Hilti, Hammer, Bohrer und Dübel die Hausfront. Schön, da hätte man doch was sagen können. Ich hatte doch auch Urlaub.

Und als an nem Samstag Morgen mit ner riesiger Maschine 2 Bäume gefällt und Wurzeln gehächselt worden sind, blieb ich auch noch ruhig (die Klingen gehen übrigens 150cm tief in den Boden und machen ein Lustiges DUMM DUMM DUMM Geräusch).

Ne Woche später fragte ich (wirklich!) freundlich, ob er mich in Zukunft bei sowas benachrichtigen könnte.

In der Kurzfassung „Es wär sein Haus – wenn mir etwas nicht passen würde, könnte ich mit den Konsequenzen rechnen“.

Ne Woche später kam dann die Kündigung.

War halt nicht so schlimm. Ich wollte ja eh raus. Aber es nervt dann doch. Es ist die Art und Weise: „Scheisse, der hat recht und kennt sich in seinen Rechten aus – werfen wir Ihn aus der Wohnung“.

Erledigt.

Wohnung gefunden

Eine sehr schöne Wohung fand ich dann recht schnell. In der Nähe der Arbeit.

Vermieterin machte einen soliden, freundlichen Eindruck und konnte auch „anpacken“.

Der Umzug war jedoch sehr kostspielig. Neue Möbel, Umzugsfirma mit Auto, Küche kaufen, Kleinkram in der Wohnung, Waschmaschine neu, ..

Das ging ziemlich ins Minus.

Aber bis jetzt fühl ich mich wohl da. Habe viel Platz, Aussicht, Ruhe und weil Dachgeschoss keine Nachbarn neben oder über mir! Und die paar Grad mehr im Sommer muss man halt kurzfristig aushalten.

Erledigt.

Berufliche Situation

Da gibt es leider oft mal die kleinere oder größere Hürde.. Aber ich bin jetzt 1,5 Jahre da.. Auch schon ne Zeit.

Privat – Freund und Freundin

Das hat sich alles in den letzten Monaten und Jahren doch sehr ausgedünnt. Viele Tiefen. Manche Höhen. Das ärgert mich doch oft.

Kontakte brechen auseinander. Wegen Beruf, Entfernung, Beziehung. Ich find es halt schwer neue Kontakte zu knüpfen. Und hänge entsprechend guten Leuten lange hinterher.

Aber … man kann nicht ewig kämpfen. Manches muss man halt auseinander gehen lassen(Kontakte). An anderem muss man halten und dafür kämpfen.

Ich hab da innerlich irgendwie resigniert.

Nicht erledigt.

Alles aufgeräumt und was dann

Doch oft stell ich mir die Frage – was kommt dann?

Alles aufgeräumt. Leben ok? Leere? Und nun? Welche neuen Ziele setzt man sich? Was will man erreichen? Was möchte man privat und beruflich?

Ich denke, seinen Beruf zu einer Vollzeitaufgabe zu machen ist falsch. Zu sehr ist das Risiko bei einem beruflichen Misserfolg auch privat nicht gut drauf zu sein.

Dennoch – was kommt dann?

Gespräch mit Freunden

Ich hatte mich mit einem Kollegen unterhalten, der in etwa auch so denkt. Was kommt danach?

Ernste Depressionen

Ich denke, das sind keine wirklichen Depressionen. Jeder Mensch, der ein paar Jahre gearbeitet hat, sich etwas finanzielle Sicherheit und materielle Dinge aufgebaut hat, das Leben kennen gelernt hat, weiss meine Gedanken zu verstehen.

Konsum macht nicht Glücklich

Auch die Sache sich Dinge zu kaufen. Konsum macht nicht wirklich Glücklich. Es hält nicht lange an.

Ich frage mich dennoch, was einen Glücklich macht. Was brauch man zum Glücklich sein? Was macht einem Spass?

Normale Phase im Leben

Vielleicht ist das eine normale Phase im Leben. Die auch irgendwann wieder geht. Vielleicht habe ich auch zuviel Freizeit, um mir zuviele Gedanken zu machen.

Chaos zum Leben – raus aus dem Chaos

Das ist halt auch wieder das Problem: Das Leben so geordnet, dass man doch irgendwie ZUVIEL Freizeit hat.

Manchmal denk ich mir: Etwas Chaos, was man oft ordnen muss – dann hat man immer was zu tun. Aber das ist doch auch irgendwie Selbstbetrug. Oder?

Man verschleiert doch nur sein Problem, statt zu lösen. Aus dem Chaos raus sollte man Ordnung bringen.

Um sich in Ruhe Gedanken über seine Probleme, Ziele und Wünsche zu machen!

Ziellosigkeit

Und das bringt einen doch zum Punkt der Ziellosigkeit.

Freude am Leben

Ich denke, es ist wichtig, was man sich aufgebaut hat. Sich an sowas erfreuen. Sich zu überlegen, was einem Spass macht und was nicht.

Hobbies gleichen keinen Alltag aus

Ist es ok, eine 40h Woche zu schieben die einen frustet? Nur um dann in seiner Behausung sich ausleben zu können? Sollte nicht beides einigermassen ok sein?

Ist das nicht ein Ziel, das man haben sollte?

Frau Kind Familie Haus Scheidung Trennung Schulden

Jeder kann sein eigenes Leben bestimmen. Losgelöst von anderen. Ohne Zwänge, auch wenn es oftmals viel Arbeit bedeutet.

Doch mir scheint es so, als wär der Lebensweg doch irgendwie vorherbestimmt. Frau, Kind, Haus. Fertig. Hat man mit Ende 30 keine Kinder ist man schon komisch.

Hat man mit Ende 20 noch keine langjährige Beziehung zur Ehe-Vorbereitung, ist man komisch.

Hat man keine glücklich-rosa Leben, ist man komisch.

Kann man sich nicht frei und losgelöst von Zwängen entfalten? Sein Leben leben, wie man das möchte!

Das sollte das Ziel sein.

„Life, liberty, and the pursuit of happiness “ is one of the most famous phrases in the United States Declaration of Independence“.