7. Januar 2010
Emanzipation der verkalkten Gesellschaftszwängen
Ich wollte antworten – aber: geschlossen.
Wahrscheinlich weil er im Archiv ist?
Jedenfalls schreibe ich nun mal hier was dazu und hoffe es finden sich noch weitere, die sich an dieser Diskussion beteiligen möchten
Wie hat die eine Dame doch so schön gesagt?
Männer in Röcken sehen scheisse aus.
Was haben Männer vor 200 Jahren gesagt?
Frauen in Hosen sehen scheisse aus
Ich denke, das grösste Problem ist, dass die Leute einfach den Grundsatz nicht kapieren:
Ich, bzw. andere Männer, die genauso denken wie ich, möchten nicht mit “Frauenklamotten” in diesem Sinne rumlaufen und sich wie eine Frau fühlen.
Sie wollen sich nur einfach auch mal “sexy” kleiden!
Ich war letztens einen Tag in einer grossen Stadt und habe für mich nach solchen “sexy” Klamotten gesucht.
Fangen wir mal bei den Schuhen an: In meiner Grösse (48) gibt es folgende Auswahl: schwarze Schuhe, braune Schuhe.
Toll.
Wirklich.
Sneakers gab es noch in einigen Sport- und Übergössenshops.
in kleineren grössen gabs auch nicht viel mehr.
Aber natürlich alles in Schwarz, braun, dunkelblau oder maximal noch dunklem rot.
Weiter mit Unterwäsche.
Ich habe die Wahl zwischen Boxershorts, bei denen mein Gehänge nur rumbaumelt, Baumwollschlüpfern und Tangas. Ja. Tangas, wohl das einzige was es “sexy” aussehendes gibt.
Hosen. Es gibt nur Hosen. Keine Kleider, Röcke, enge Hosen. Nur Normale Jeans in blau oder schwarz.
Oberteile.
Hm.
Pullover in schwarz, blau, rot.
Und T-shirts und noch ein paar Hemden.
Subba!
Das wars!
Versteht mich nicht falsch. Ich will nicht in einem Blümchenrock mit bauchfreiem Top rumrennen!
Das Problem ist, dass die Gleichberechtigung der Frauen zu weit gegangen ist.
Frauen können tragen was sie wollen, selbst wenn sie im Müllsack rumlaufen wird das als “modischer Trend” abgestempelt.
Frauen können sich schminken.
Frauen bekommen Männerjobs.
Frauen sind unsere Vorgesetzten, Chefs und Frauen werden sogar Bundeskanzler.
Ich sage nicht dass ich das schlecht finde, aber im Moment sieht es einfach so aus, dass der Mann benachteiligt ist und es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Diskussionen um die Gleichberechtigung der Männer auftauchen werden.
Es muss ja nicht jeder Mann jetzt mit Rock rumrennen.
Es geht einfach nur darum dass es in der Gesellschaft akzeptiert wird.
Es gibt auch Frauen die ziehen sich nur Hosen und Pullover an.
Jeder so wie er will!
Das ist genau das, was immer wieder – gerade im Internet – heftig diskutiert wird!
Macht es doch einfach!
Scheiss drauf, was die anderen denken!
Soweit, so gut.
Aber seien wir doch mal ehrlich…
Habt ihr Lust dass euch jeder hinterherkichert, irgendwelche konservativen Idioten euch als Schwuchteln bezeichnen, nur weil ihr mal nen Rock tragen möchtet?
Oder was würden eure Kollegen/euer Chef sagen, wenn ihr im Bauchfreien Top, oder mit High-Heels oder im Rock zur Arbeit kommen würdet?
Und wenn ihr im Aussendienst seid, oder auf sonst eine Weise mit Kunden in Kontakt kommt, dulden würde er das sicher nicht – vorrausgesetzt ihr arbeitet nicht in einer Disco o.ö.
Eure Eltern?
Das Hauptptoblem ist einfach, dass “das Volk” konservativ ist.
Da kann im Fernsehen noch so viel gepredigt werden, noch so viele coole Sachen kommen, auf Dorf soundso und auch in Kleinstädten wird sich sowas nie ändern.
Die werden immer so bleiben!
Wer in anderen Klamotten rumrennt oder sich schminkt oder sonstwas vergleichbares tut als Mann wird als Transvestit, Schwuchtel o.ä. abgestempelt.
Ich seh das doch immer bei mir in der Schule immer.
Da wird dann diskutiert was denn “der eine” für ne “scheiss Schwuchtel” ist, usw.
Da traut man sich doch gar nicht mehr, was anderes anzuziehen!
Aber ich schweife zu sehr vom Thema ab
Wäre nett, wenn sich der ein oder andere angesprochen fühlt und mir antworten würde
Gruss, sx1.
viaMänner in “Frauenklamotten” – Sexualität – med1.
21. August 2009
5. Juli 2009
Ist doch krass hier, man fällt doch auf.
Es wurd warm – erster Gang in den REWE
Vorweg – ich distanziere mich hiermit von jeder Form des Crossdressing, Transgender oder sonstigem Frauenklamotten-Fetisch. Und Metrosexuell bin ich auch nicht.
Ich glaub der erste Gang hier war in den örtlichen REWE. Hatte mir da zwei farblich passende Sarongs überzogezogen, schwarze Turnschuhe drunter, passendes dunkles T-Shirt.
Wie schon erwähnt, ich bin keine Schwulette in Regenbogenfarben, bunter als nen Papagei. Man sollt sich halt auch bissel bei den Weibern umgucken, wie sie sich Kleiden. Nicht Kleidung selbst, sondern Komposition der Farben! Nogo z.b. Gemustert unten und Gemustert oben – nie tragen. Oder Knallfarben mit Gemustert mischen… Einfach mal gucken. Die Sarongs sind ja von sich aus schon im Batik-Look, mit coolen Tribal-Mustern. Also am besten dann nen schwarzes oder weisses einfarbiges Shirt. Fertig.
Ok. Lief durch den REWE. Juckt keinen hier. Irgendwie ists den Leuten hier im Wiesbadener Land voll egal. Man fällt nich auf. Ich legs nich extra drauf an.
Wie fällt man auf? Wie ne Schwulette rumlaufen
Oder wie nen Gothik-Typ oder Punker, oder was auch immer.
Gewollt Auffallen? Nö. Ich sein? Ja.
Na, kam zurück und dacht mir: cool, die Leute interessiert es nicht – ich fühl mich wohl. Also weiter.
Beim Spazieren
Gings dann beim Spazieren lieber mit Sarong als kurzen Hosen unterwegs. Daheim trug ich das ja schon länger …
Mittelaltermarkt in Mainz
Als im April 2009 Mittelaltermarkt in Mainz war, dacht ich: Das iss ja ne Idee! War eh fast 30 Grad da. Total heiss. Kam das wunderbar.
- Teva Sandalen
- Unterhose (trage immer Unterhose unter Rock – alles andere find ich eklig)
- Passendes Shirt drüber.
Fertig. Meine Freundin fand es nich so doll, dass ich in Rock rumlief. Die war schon sehr genervt. Musst ich mich drüber hinwegsetzten (Heute findet sie es cool, wenn ich farblich anders der Rest der Menschen rumlaufe.) Und es gab auch Zoff deswegen. Am Ende vom Tag war es nen super Tag gewesen! Chillig, heiss, viel Sonne, gute Stimmung, leckerer Met, viel unbekanntes, le ckeres Zeug gefuttert. Und ich bin dort mit Sarong (fast) garnicht aufgefallen.
Dann wurds kälter
Kaum Zeit zum tragen. Wurd lange Zeit nich richtig warm. Und Sarong macht erst ab 25 Grad Spass. Auf Rock + Strumpfhose steh ich nett, sollte es kaelter sein. Da kann ich ja gleich ne Laufhose anziehen und hab weniger Gefummeln. Oder gleich ne Jeans und seh cooler aus, als Männer mit Stumpfhosen… Bah. Geht nett. Echt nett.
Was gabs denn noch? Wir waren mal wandern. War auch heiss. War auch praktisch. Auf nem Barfusspfad. Auch nix besonderes.
Kronberg vor Frankfurt
Eigentlich wollt ich auf ne Mittealterkonvention gehen. Doch an dem Tag war nix.. Also sind wir spazieren und Minigolf. Gut. Mit Sarong Minigolf war etwas unpraktisch. Aber egal.Glotzte keiner
Doch in der Stadt war das Ding echt das Highlight. Jungvolk juckte das nicht. Aber die typisch spiessigen Geld-und-Kohle-Hessen mit Gucci-Brille und DG-Handtasche guckten sich die Augen aus:”boah, krass, sieht das cool und indi-vi-du-ell aus!”
Ja, da guckste du alte blonde doofe Schnalle! Cool und individuell aussehen fuer 10€ ohne Versandkosten! Das wars mir wert. Diesem alten Spiessbürgersackpack. Da muss ich schon sagen. Ich bin kein Evangelist, der hier Röcke proklamieren will, oder sonstwas. Ich find die Sarongs einfach cool. Mir gefällt das. Muster und Farbe sprechen mich voll an.
Aber an dem Tag wars echt so, dass mir die Blicke aufgefallen sind (es war immer die gleiche Bevölkerungsschicht), und ich gerne provokant rüber kam. So wie nen Punker halt. Nen Anti-Diskriminierungs und Anti-Sexismus-Punker, der für Gleichberichtigung steht und “weibliche Exklusivitäten” geklaut hat! BÖHSE!
Wie gesagt, ausser dem Geldadel, hats keinen gejuckt.
Wiesbadener City
Juckt da erst recht keinen. Auch die “Deutschen mit Migrationshintergrund” fällts nich mal auf. Da denk ich mir: Sind halt keine Tussiklamotten – Highheels und Minirock..
Aber Antibeispiel Bad Kreuznach – Männerrock – das geht doch garnicht
Da waren wir im Frühjahr aufm Barfusspfad, ich mit Sarong, da heiss. Aufm Rückweg noch in der Stammdöneria essen. Da musst kurz durch die Kreuznacher Innenstadt. MANN WAR ICH DAS HIGHLIGHT! (War mir schon fast unangenehm – echt)
Da guckte ja jeder mir am Arsch runter… Das war so. Halt. Kulturschuck. Da läufst in WI rum, und keiner bemerkt dich (top). Da fährst 60 km weiter in ne Stadt in RLP, und bist die Attraktion. Meine Freundin merkte “Oh, man merkt dass wir nicht mehr in Hessen sind”
2 Monate spater – Rheinlandpfalz-Tag in Bad Kreuznach
Boah, alder. Ich hät mir echt lieber ne Hose angezogen. Da kams mir vor, als wären die ganzen Wald-Schranzen zum ersten mal in ihrem Leben rausgelassen worden.. Bauern. Sonst nix. War ich wieder die Attraktion. Ich mein. Ich hab 3 Jahre dort gelebt in KH. Ich bin selbst 24 Jahre Pfälzer gewesen. In Frankfurt koenntest mit Unterhose rumlaufen, da würd sich keiner umdrehen.
Aber in Bad Kreuznach? Iss ja nicht mal so klein das Städtlein! Nun ja.
Ist schon komisch. Ich mein, da hat ja jeder geglotzt. Frauen jeden Alters “Boah, der sieht ja cooler als ich aus”, Jungvolk “Hm, soll ich den jetzt auslachen? Aber eigentlich siehts ja cool aus und ich würd auch lieber so was anziehen, wenn meine Freunde nich lachen würden”. Die typische männliche Ü30-Fraktion in Bluejeans 0815, die jeder anhat, und Standard-Hemd-Kariert… Ok. Merke: In KH nochmal? Zieh dir ne Hose an. Ich glaub die sind da einfach noch nich reif genug für.
Meine Kumpels fanden es lustig. Die hatten gemeint, es würd zu Foreigner (die spielten an dem Abend) passen. Hehe.
Zwischenfazit: Man merkt doch, ob man hier in ner Metropole wohnt (selbst hier in meine 3500 Einwohner-Dorf juckt es keinen), oder ob man ins Pfälzer-Hinterland gerät.
Ist halt schon krasses individuelles Teil. Ich schätz mal, an dem Tag waren vielleicht 20 000 Leute in Kreuznach zusätzlich unterwegs. Hab da keinen Kerl mit nem Rock gesehen.
Hab überhaupt noch kein Mensch gesehen, der nen Sarong in der Öffentlichkeit anzieht.
Die Geschichte eines männlichen Rockträgers.
Geschichte
Vorweg – ich distanziere mich hiermit von jeder Form des Crossdressing, Transgender oder sonstigem Frauenklamotten-Fetisch. Und Metrosexuell bin ich auch nicht.
Eigentlich bin ich kein krasser Rockträger, wie z.b. Münchner Männerrock-Stammtisch – ich respektiere ihr Aussehen und ihren Mut, aber vieles davon find ich echt schräg – Miniröcke gefallen mir nicht mal an Frauen - wie soll ich das an Männer toll finden…
Und ohne meine Freundin wär ich wohl garnicht auf die Idee gekommen. Egal. Zur Geschichte:
Bin im Juli 2008 in meine aktuelle Wohnung gezogen. Dachbude. Zwar hervorragend isoliert, aber dennoch schweineheiss im Sommer gewesen. Ich musste viel in der Wohnung arbeiten, Treppenhaus hoch runter, aufm Balkon Kazenschutznetz anbringen, mal ans Auto… Halt alles arbeiten, die nackt doch Aufsehen erzeugt hätten
. So ne kurze Hose war halt auch nich so das ding. Ständig quetschte was beim Bücken rum… Da könnt ihr mir erzaehlen, was ihr wollt: Ein Rock ist hodenergonomischer, als egal welche Hose!
Ich habs also mit nem Handtuch probiert. War um den Hintern gebunden. Sah ich aus wie Obelix drin
Meine Freundin erfuhr das und brachte mir ihren Pareo vom Mittelmeer mit. Klasse! Damit werkelte ich, war luftig, praktisch, und dennoch angezogen! War so dunkelblaues Ding mit Delfinen drauf. Ich mag Königsblau und Delfine auch. Also passte das!
Nen Pareo / Sarong
Das ist eigentlich sowas wie nen riesiges Tuch, das man sich als Rock um den Arsch bindet. Nix besonders. Aber aus Viskose, total luftig, und halt praktisch. Männerkleidung. Praktisch muss es sein. Dazu gibt die Dinger in 1000000 Farben und Fuktionen. Das bindest dir um den Bauch und siehst cool aus. Stammt irgendwo aus Indonesien. Tragen die heute auch noch da.
So. Das Ding hatte ich fortan immer dabei und im Haus an. Auf der Straße irgendwie nicht.
Nen Rock
Nach langer Tragezeit von Pareo daheim dacht ich mir: Ey, guck doch mal, was es so an “Röcken” gibt, die männlich genug aussehen, um sie anzuziehen. (Ausser Sarongs hab ich wirklich was cooles männliches auch ein Jahr später noch nix gefunden!). Wollte meiner Freundin ihren Pareo ja irgendwann mal wieder geben.
Also – eigentlich gibts keine gescheiten Männerröcke. Eigentlich gibts überhaupt keine Männerröcke. Nen Kilt ist nen Kilt. Zudem: Richtige Kilts sind arschteuer, da sau aufwendig und aus langen Bahnen. Und passende Socken gehören drunter. Falsche Kilts sind saubillig und wirken auch so. Und: Kilts gefallen mir nicht, da nicht kniebedeckend. Ich mag halt keine Miniröcke und Kilts sind mir auch zu kurz. Das hat eigentlich damit zu tun, dass ich kein Bock auf Unterhosenschau hab. Oder wie Frauchen brav die Beine meine Hoden zerquetschen, wenn ich sitze… Mag ich nett.
Ach so. Ja. Es gibt keine Männerröcke. Dann gibts noch “Männerrock” – Sadomaso-Stil / Schlachtermusik-Mode. Klar. Das sind diese Gothik-Dinger. Da kann ich genauso ne “Schwarze Hose” anziehen, mir paar Ketten über werfen. Denn auch wenn ich Gothik höre, ich hab kein Bock so auszusehen. Auch wenn ich HipHop höre, will ich auch kein Gangster sein. Auch wenn ich Techno höre, nehm ich kein LSD… Und die “Männerröcke” S/M Style sind wirklich klobig.
So, ja. Mänerröcke. Also bleibt noch die Damenabteilung. Was gibst da? Blümchen, aufgestellt, Spitze dran, seltsame Farben und Formen. Sieht man sofort: Der steht auf Tussiklamotten. Zudem gefällts mir nich. Ich würds nich mal daheim anziehen. Und ne – nen Transe oder Crossdresser bin ich auch nett. Ich leb seit 2004 alleine, da hät ich genug Zeit gehabt, Gelüste auszuleben (juckt mich aber nett, wie ne Tussi auszusehen), die mir in der Elternzeit untersagt gewesen wären. Können andere gerne Stifeletten und Highheels anziehen.
So, ok. Damenröcke, aeh, Maennerroecke. Ja, also mal geguckt. Gab dann so einen gerade geschnittenen Damenrock, kniebedeckend, lang genug, beige, passte mir. Den hab ich mir dann mal gegönnt.
Zudem hatte der Seitentaschen und Reissverschluss vorne. Also doch irgendwie “männlich”.
Hab das Teil fast nie angezogen, weil Sarongs mir dann doch besser gefielen.
So, Sarong halt
Der Winter kam. Der Frühling kam. Sah ich nen coolen Shop bei Ebay mit 100+ Sarongs in allen coolsten Farben. Resultat: 6 Sarongs bestellt. Geile Teile, blau, rot, braun, batik, Tribalmuster drauf. Ich mag Farben.
Will nich aussehen, wie so nen bunte Schwulette, die in nen Farbtopf gefallen iss.
Halt keine Tussifarben, Formen und so.
Die zog ich dann daheim an und dachte: Wenns man 25-30 Grad wird, probier ich die mal draussen aus.
Da hab ich mal geshoppt:
Sarong kaufen bei Frankspad
14. Juni 2009
Da sah ich auf der Straße was an Kleidung, was man doch eigentlich nur von Männern und Bauarbeitern kennt.
Der Latzrock
Sicher, sowas gabs schon lange. Aber habs halt zum ersten Mal auf der Straße gesehen.
Was dachte ich? Klasse!!! Das MUSS doch DAS Männerkleidungsstück schlechthin sein!
- Platz am Sack. Nix kneift.
- Absolute Bewugngfreiheit. Einfach etwas grosszüger fuer die Maenner schneidern.
- Es kneift nix am Bauch. Die Klamotte wird über die, bei Männer sowieso breitere, stärkere Schulter getragen.
PERFEKT!
Warum dürfen das nur Frauen tragen? Na klar. Männer dürfen sowas auch tragen.. Und würden schräg angeschaut werden.
Dennoch. Ich muss mir sowas mal besorgen, wenn ich 40 bin und mein eigenes Häuslein hab und dran werkele. Ne Boxershort drunter. Paar Stiefel. Cool. Wesentlich stylischer als Männer-Overals!
Latzrock für Männer!
6. März 2009
Ich fand das so schön geschrieben, dass ich es hier mal zitieren möchte..
http://www.optikur.de/community/thema/rocke-fur-manner/page/2
Hallo zusammen;
Ich bin eine Sonntagsschreiberin, weil ich nur sonntags wirklich mal Zeit habe mich um ein paar Foren zu kuemmern. Ihr redet da von etwas, was ich nicht ganz verstehe, besser gesagt, ihr nehmt auf jemanden Bezug. Das muss wohl laenger zurueckliegen. Ich sehe nur ein Wort in Bezug Mann und Rock und das ist ‘Schwuchtel’. Es ist von “anonym” geschrieben, also damit auch in dieser Runde nichts wert. Das ist ein Wort, das eigentlich nicht existent ist, es sagt nichts aus. Fuer den Eingeweihtenkreis wurde es in vergangenen Zeiten verwendet um Maenner und Frauen, die sich mit gegen-’sex-lichen’ Umgangsformen und auch teilweise deren Kleidung bedienten, zu bezeichnen. Es ist laengst ausgestorben, weil es eben Jargon aus der untersten Schublade war und weil es zwischenzeitlich mehr Frauen gibt, die sich maennlicher Kleidung in allen Schattierungen bedienen, als Maenner es im umgekehrten Sinne tun. Der Rock zaehlt uebrigens nicht dazu, denn das ist ein Kleidungsstueck, das beide Geschlechter in ihrer eigenen Form jahrtausende verwendet haben.
Was heute sich entswickelt, ist ein neuer Stil fuer Maenner, die aus ihrer Gleichfoermigkeit der Kleidung, die sich in der Gesellschaft einstmals entwickelt hat, aussteigen moechten. Das ist berechtigt, und ich kann aus dem sozialen Rollenbild heraus das durchaus nachvollziehen, da sich grosse Aenderungen, auch ausgehend von der femininen Emanzipationsbeweung, ergeben haben.
Dieses Forum ist ein sehr guter Platz konstruktiv mit anderen darueber zu diskutieren. Aus meinen frueherern Beitraegen ist ersichtlich, dass ich eine klare Befuerworterin der neuen Bewegung -eigentlich im Moment noch das Austasten (Mann im Rock oder Roecke fuer den Mann)- bin weil ich mich mit den Hintergruenden aus psychologischer Sicht genauso beschaeftige wie mit dem Urgedanken. Ich bin dabei leider aber eine schlechte Ratgeberin in Sachen Stil. Da habe ich weit bessere Gedanken bei ‘Chrisko’ gefunden.
Wenn ich dann allerdings von Frauen hoere dass ihr Freund dieses und jenes nicht duerfe, sehe ich einen klaren Rueckschritt in der Emanzipationsbewegung der Frauen. Diese Frauen nehmen etwas fuer sich ein, was sie niemals haben duerften oder sollten: Ein Recht ueber andere zu bestimmen. Wer da tut, ist immer der Verlierer. Weiterhin stimmt es, dass die Maenner sich schon aus der eigenen Umklammerung -und der bis dato vorherrschenden Maennerdomaene- seit mehr als hundert Jahren befreien wollen, und das Zeichen einen Rock zu tragen ist nichts anderes als ein aeusserlich sichtbares Zeichen, ein Schritt fuer das vollstaendige Erreichen ihrer Ziele, naemlich uneingeschraenkte Gleichstellung im rechtlichen und Gleichbehandlung im gesellschaftlichen Sinne, zu werten.
Es ist also fuer die Frauen angesagt, hier in dieser Maenner- Bewegung, eine Unterstuetzung nach allen Kraeften zu geben. Frauen haben von Natuer her etwas ein etwas anderes Geschmacksempfinden, reagieren anders als die Maenner, und haben in Bezug “Rock-Mode” einen grossen Vorsprung. Sie sollten also mithelfen, dem Mann zeigen und beraten was ihm steht – auch wenn es ihm nicht steht- und damit, wie oben erwaehnt, eben den Gleichbehandlungsspielraum nutzen. Das bringt die Menschen zusammen, haelt sie zusammen. Es gibt in der Welt genug Dinge, die sie auseinander dividiert, suchen wir uns also die Moeglichkeiten der Verbindung aus.