Die Geschichte eines männlichen Rockträgers.
Geschichte
Vorweg – ich distanziere mich hiermit von jeder Form des Crossdressing, Transgender oder sonstigem Frauenklamotten-Fetisch. Und Metrosexuell bin ich auch nicht.
Eigentlich bin ich kein krasser Rockträger, wie z.b. Münchner Männerrock-Stammtisch – ich respektiere ihr Aussehen und ihren Mut, aber vieles davon find ich echt schräg – Miniröcke gefallen mir nicht mal an Frauen - wie soll ich das an Männer toll finden…
Und ohne meine Freundin wär ich wohl garnicht auf die Idee gekommen. Egal. Zur Geschichte:
Bin im Juli 2008 in meine aktuelle Wohnung gezogen. Dachbude. Zwar hervorragend isoliert, aber dennoch schweineheiss im Sommer gewesen. Ich musste viel in der Wohnung arbeiten, Treppenhaus hoch runter, aufm Balkon Kazenschutznetz anbringen, mal ans Auto… Halt alles arbeiten, die nackt doch Aufsehen erzeugt hätten
. So ne kurze Hose war halt auch nich so das ding. Ständig quetschte was beim Bücken rum… Da könnt ihr mir erzaehlen, was ihr wollt: Ein Rock ist hodenergonomischer, als egal welche Hose!
Ich habs also mit nem Handtuch probiert. War um den Hintern gebunden. Sah ich aus wie Obelix drin
Meine Freundin erfuhr das und brachte mir ihren Pareo vom Mittelmeer mit. Klasse! Damit werkelte ich, war luftig, praktisch, und dennoch angezogen! War so dunkelblaues Ding mit Delfinen drauf. Ich mag Königsblau und Delfine auch. Also passte das!
Nen Pareo / Sarong
Das ist eigentlich sowas wie nen riesiges Tuch, das man sich als Rock um den Arsch bindet. Nix besonders. Aber aus Viskose, total luftig, und halt praktisch. Männerkleidung. Praktisch muss es sein. Dazu gibt die Dinger in 1000000 Farben und Fuktionen. Das bindest dir um den Bauch und siehst cool aus. Stammt irgendwo aus Indonesien. Tragen die heute auch noch da.
So. Das Ding hatte ich fortan immer dabei und im Haus an. Auf der Straße irgendwie nicht.
Nen Rock
Nach langer Tragezeit von Pareo daheim dacht ich mir: Ey, guck doch mal, was es so an “Röcken” gibt, die männlich genug aussehen, um sie anzuziehen. (Ausser Sarongs hab ich wirklich was cooles männliches auch ein Jahr später noch nix gefunden!). Wollte meiner Freundin ihren Pareo ja irgendwann mal wieder geben.
Also – eigentlich gibts keine gescheiten Männerröcke. Eigentlich gibts überhaupt keine Männerröcke. Nen Kilt ist nen Kilt. Zudem: Richtige Kilts sind arschteuer, da sau aufwendig und aus langen Bahnen. Und passende Socken gehören drunter. Falsche Kilts sind saubillig und wirken auch so. Und: Kilts gefallen mir nicht, da nicht kniebedeckend. Ich mag halt keine Miniröcke und Kilts sind mir auch zu kurz. Das hat eigentlich damit zu tun, dass ich kein Bock auf Unterhosenschau hab. Oder wie Frauchen brav die Beine meine Hoden zerquetschen, wenn ich sitze… Mag ich nett.
Ach so. Ja. Es gibt keine Männerröcke. Dann gibts noch “Männerrock” – Sadomaso-Stil / Schlachtermusik-Mode. Klar. Das sind diese Gothik-Dinger. Da kann ich genauso ne “Schwarze Hose” anziehen, mir paar Ketten über werfen. Denn auch wenn ich Gothik höre, ich hab kein Bock so auszusehen. Auch wenn ich HipHop höre, will ich auch kein Gangster sein. Auch wenn ich Techno höre, nehm ich kein LSD… Und die “Männerröcke” S/M Style sind wirklich klobig.
So, ja. Mänerröcke. Also bleibt noch die Damenabteilung. Was gibst da? Blümchen, aufgestellt, Spitze dran, seltsame Farben und Formen. Sieht man sofort: Der steht auf Tussiklamotten. Zudem gefällts mir nich. Ich würds nich mal daheim anziehen. Und ne – nen Transe oder Crossdresser bin ich auch nett. Ich leb seit 2004 alleine, da hät ich genug Zeit gehabt, Gelüste auszuleben (juckt mich aber nett, wie ne Tussi auszusehen), die mir in der Elternzeit untersagt gewesen wären. Können andere gerne Stifeletten und Highheels anziehen.
So, ok. Damenröcke, aeh, Maennerroecke. Ja, also mal geguckt. Gab dann so einen gerade geschnittenen Damenrock, kniebedeckend, lang genug, beige, passte mir. Den hab ich mir dann mal gegönnt.
Zudem hatte der Seitentaschen und Reissverschluss vorne. Also doch irgendwie “männlich”.
Hab das Teil fast nie angezogen, weil Sarongs mir dann doch besser gefielen.
So, Sarong halt
Der Winter kam. Der Frühling kam. Sah ich nen coolen Shop bei Ebay mit 100+ Sarongs in allen coolsten Farben. Resultat: 6 Sarongs bestellt. Geile Teile, blau, rot, braun, batik, Tribalmuster drauf. Ich mag Farben.
Will nich aussehen, wie so nen bunte Schwulette, die in nen Farbtopf gefallen iss.
Halt keine Tussifarben, Formen und so.
Die zog ich dann daheim an und dachte: Wenns man 25-30 Grad wird, probier ich die mal draussen aus.
Da hab ich mal geshoppt:
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Piet
Hauptsache bequem, wenn dann auch noch die Hodenergonomie stimmt, warum soll es dann kein Rock sein. Ich selbst habs noch nicht probiert, aber einen bekannten der auch den ganzen Sommer in so nem luftigem Ding verbringt.
#1 Kommentar vom 05. Juli 2009 um 22:32
newstoaster.blogspot.com
Habe auch noch nie einen Minirock getragen, aber kann mir gut vorstellen, wie viel bequemer es dann im Schritt ist ^^ Nichtsdestotrotz überlasse ich das Tragen von Miniröcken weiter den Frauen. Finde kurze Miniröcke sehen an Frauen einfach sexy aus.
#2 Kommentar vom 02. August 2009 um 07:46
Jürgen64
Warum eigentlich ein “Männerrock”? Und was ist ein “Männerrock”, bzw. was ist da anders als an einem “Frauenrock”? Meine Frau jedenfalls hat kein Problem, sich in der Herrenabteilung eine Jeans oder einen Pulli zu kaufen, und wenn sie die trägt bleibt sie immer noch erkennbar Frau.
Ich konnte an den üblicherweise in der Damenabteilung hängenden Röcken keinen großen Unterschied zu den Herrenröcken feststellen, außer dass die Auswahl größer war und die Preise niedriger.
Gruß
Jürgen
#3 Kommentar vom 20. August 2009 um 13:33
Libeija
Hallo, ich möchte mal als Frau meine Meinung abgeben. Ich finde Männer in Röcken total sexy. Der Mann sollte nur eher schlank sein. Der Rock knöchellang und in dunkleren Farben damit er alttagstauglich wird. Ich denke in schwarz, dunkelblau oder olivgrün rockt er dann auch jede Party. Bunt nur im sommer mit nem einfachen Sarong.
Wenn ihr keine Röcke findet, mal ehrlich, wenn ihr so drauf abfahrt näht sie doch selbst, so schwer ist das nicht. ihr braucht nur ein Rechteck, Ränder 2x einen Zentimeter ein schlagen und fest nähen. An den oberen 2 Ecken 2 Bänder annehen, und auf dem Rand des Rechstecks, oben in der Mitte ein kleines Loch einarbeiten, fertig ist der Wickelrock. Mit etwas Übung habt ihr den in einer halben Stunde fertig.
#4 Kommentar vom 21. Oktober 2009 um 07:41
Damenrock
Ich denke auch, hauptsache bequem und es zwickt niergendwo.
#5 Kommentar vom 20. März 2010 um 15:37