Ich fand das so schön geschrieben, dass ich es hier mal zitieren möchte..
http://www.optikur.de/community/thema/rocke-fur-manner/page/2
Hallo zusammen;
Ich bin eine Sonntagsschreiberin, weil ich nur sonntags wirklich mal Zeit habe mich um ein paar Foren zu kuemmern. Ihr redet da von etwas, was ich nicht ganz verstehe, besser gesagt, ihr nehmt auf jemanden Bezug. Das muss wohl laenger zurueckliegen. Ich sehe nur ein Wort in Bezug Mann und Rock und das ist ‘Schwuchtel’. Es ist von “anonym” geschrieben, also damit auch in dieser Runde nichts wert. Das ist ein Wort, das eigentlich nicht existent ist, es sagt nichts aus. Fuer den Eingeweihtenkreis wurde es in vergangenen Zeiten verwendet um Maenner und Frauen, die sich mit gegen-’sex-lichen’ Umgangsformen und auch teilweise deren Kleidung bedienten, zu bezeichnen. Es ist laengst ausgestorben, weil es eben Jargon aus der untersten Schublade war und weil es zwischenzeitlich mehr Frauen gibt, die sich maennlicher Kleidung in allen Schattierungen bedienen, als Maenner es im umgekehrten Sinne tun. Der Rock zaehlt uebrigens nicht dazu, denn das ist ein Kleidungsstueck, das beide Geschlechter in ihrer eigenen Form jahrtausende verwendet haben.
Was heute sich entswickelt, ist ein neuer Stil fuer Maenner, die aus ihrer Gleichfoermigkeit der Kleidung, die sich in der Gesellschaft einstmals entwickelt hat, aussteigen moechten. Das ist berechtigt, und ich kann aus dem sozialen Rollenbild heraus das durchaus nachvollziehen, da sich grosse Aenderungen, auch ausgehend von der femininen Emanzipationsbeweung, ergeben haben.Dieses Forum ist ein sehr guter Platz konstruktiv mit anderen darueber zu diskutieren. Aus meinen frueherern Beitraegen ist ersichtlich, dass ich eine klare Befuerworterin der neuen Bewegung -eigentlich im Moment noch das Austasten (Mann im Rock oder Roecke fuer den Mann)- bin weil ich mich mit den Hintergruenden aus psychologischer Sicht genauso beschaeftige wie mit dem Urgedanken. Ich bin dabei leider aber eine schlechte Ratgeberin in Sachen Stil. Da habe ich weit bessere Gedanken bei ‘Chrisko’ gefunden.
Wenn ich dann allerdings von Frauen hoere dass ihr Freund dieses und jenes nicht duerfe, sehe ich einen klaren Rueckschritt in der Emanzipationsbewegung der Frauen. Diese Frauen nehmen etwas fuer sich ein, was sie niemals haben duerften oder sollten: Ein Recht ueber andere zu bestimmen. Wer da tut, ist immer der Verlierer. Weiterhin stimmt es, dass die Maenner sich schon aus der eigenen Umklammerung -und der bis dato vorherrschenden Maennerdomaene- seit mehr als hundert Jahren befreien wollen, und das Zeichen einen Rock zu tragen ist nichts anderes als ein aeusserlich sichtbares Zeichen, ein Schritt fuer das vollstaendige Erreichen ihrer Ziele, naemlich uneingeschraenkte Gleichstellung im rechtlichen und Gleichbehandlung im gesellschaftlichen Sinne, zu werten.
Es ist also fuer die Frauen angesagt, hier in dieser Maenner- Bewegung, eine Unterstuetzung nach allen Kraeften zu geben. Frauen haben von Natuer her etwas ein etwas anderes Geschmacksempfinden, reagieren anders als die Maenner, und haben in Bezug “Rock-Mode” einen grossen Vorsprung. Sie sollten also mithelfen, dem Mann zeigen und beraten was ihm steht – auch wenn es ihm nicht steht- und damit, wie oben erwaehnt, eben den Gleichbehandlungsspielraum nutzen. Das bringt die Menschen zusammen, haelt sie zusammen. Es gibt in der Welt genug Dinge, die sie auseinander dividiert, suchen wir uns also die Moeglichkeiten der Verbindung aus.
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Susanne
Sehr interessant…:) Ist sie blond….?
#1 Kommentar vom 18. Juni 2009 um 13:30
Güsch
Hallo,
schön mal etwas positives über Männerröcke zu hören.
Ich trage gerne Röcke,hat nix mitTravestie zu tun, genauso wenig wie Travestie etwas mit Frauen zu tun hat die Hosen tragen.
Mir stellt sich immer die Frage warum Männer, die mal modisch andere Wege gehen gleich in bestimmt Ecken einsortiert und belächelt werden.
Früher habe ich auch “Rücksicht” genommen, weil Männer so etwas ja nicht machen, die tragen keine Röcke. Doch vor längere Zeit, als im Wohnzimmer bei uns 4 Frauen in Hosen und ich im Rock beieinander saßen und ich gefragt wurde : “Warum trägst du Röcke ? Ist doch Frauenkleidung” Fiel bei mir ein Groschen. Ich antwortete um mich blickend : “Stimmt nicht- Frauen tragen Hosen , ich aber will nicht immer in Frauenklamotten rumlaufen”
Seit dem ist Ruhe eingekehrt, ich trage wann immer ich es möchte Rock und alle haben es überlebt .
In diesem Sinne : Traut euch Männer, tragt Röcke , steht euren Mann
#2 Kommentar vom 01. August 2009 um 23:25
Jürgen64
Schön, dass es auch hier so positive Stimmen gibt! Ich selber trage jetzt seit Februar 2000 Rock: Anfangs nur in der Freizeit zu besonderen Anlässen, dann in der Freizeit immer öfter, und aktuell auch im Job.
Natürlich gibt es diese Lästermäuler mit sexistischen Anspielungen. Aber wer ist das? Je näher ich mir diese zum Glück seltene Spezies anschaue, desto froher bin ich Rock zu tragen, anders zu sein als die, nicht mit denen in eine Reihe gestellt zu werden! Aus den anderen Kommentaren, fast ausnahmslos von Frauen, beziehe ich einen Energieüberschuss
Ein Problem sehe ich für die Machos: wenn die mit ihrer Hose auch die Männlichkeit ablegen, was machen die dann abends im Bett? Lassen sie die Hose an, oder wissen sie dann nicht mehr was sie sind?
Gruß
Jürgen
#3 Kommentar vom 20. August 2009 um 13:22
Frank
Wenn ich mich nur über die Hose als Mann indentifiziere, kann es mit meiner Männlichkeit nicht weit her sein. das sind dieselben die mit 200PS unter der haube zeigen daß sie ein Mann sind.
#4 Kommentar vom 08. April 2010 um 14:39